Der Mond
Der Mond ist der einzige natürliche Satellit der Erde. Er umkreist die Erde seit etwa 4,5 Milliarden Jahren und beeinflusst viele Prozesse auf unserem Planeten – darunter Gezeiten, Klima-Stabilität und sogar biologische Rhythmen.
Grunddaten des Mondes
Durchmesser ca. 3.474 km
Radius ca. 1.737 km
Masse 7,35 × 10²² kg
Entfernung zur Erde Ø 384.400 km
Umlaufzeit um die Erde 27,3 Tage
Mondphase-Zyklus 29,5 Tage
Oberflächentemperatur −173 °C bis +127 °C
Schwerkraft1/6 der Erdschwerkraft
Atmosphäre extrem dünn (Exosphäre)
Alter ca. 4,5 Milliarden Jahre
Wie entstand der Mond?
Die wahrscheinlichste Theorie ist die Kollisionstheorie.
Vor etwa 4,5 Milliarden Jahren kollidierte ein marsgroßer Protoplanet namens Theia mit der jungen Erde. Dabei wurden riesige Mengen Gestein ins All geschleudert. Aus diesen Trümmern bildete sich später der Mond.
Warum gilt diese Theorie als wahrscheinlich?
- Mondgestein ähnelt stark dem Erdgestein
- Der Mond besitzt kaum Eisen im Kern
- Computersimulationen bestätigen das Szenario
Aufbau des Mondes
1. Mondkruste
Die äußere feste Schicht besteht hauptsächlich aus Silikatgestein.
Dicke:
- Durchschnittlich etwa 50 km
- Auf der Rückseite dicker als auf der Vorderseite
2. Mantel
Der Mantel besteht aus heißem, teilweise geschmolzenem Gestein.
Früher gab es starke vulkanische Aktivität.
3. Kern
Der Kern ist relativ klein:
- teilweise flüssig
- hauptsächlich Eisen und Schwefel
Der Mond besitzt deshalb nur ein sehr schwaches Magnetfeld.
Krater
Der Mond besitzt Millionen Einschlagkrater.
Bekannte Krater:
- Tycho
- Copernicus
- Kepler
Sie entstanden durch Meteoriteneinschläge.
Da der Mond keine dichte Atmosphäre besitzt:
- verglühen Meteoriten nicht
- Krater bleiben Milliarden Jahre erhalten
Maria („Meere“)
Die dunklen Flächen heißen „Maria“.
Das sind:
- riesige Lavaebenen
- entstanden durch frühere Vulkanausbrüche
Beispiele:
- Mare Tranquillitatis
- Mare Imbrium
- Mare Serenitatis
Hochländer
Die hellen Gebiete sind älter und stärker verkratert.
Sie bestehen aus:
- Anorthosit-Gestein
- älterem Material als die Maria
Warum sehen wir immer dieselbe Seite?
Der Mond rotiert synchron zur Erde.
Das bedeutet:
- eine Drehung um die eigene Achse dauert genauso lange wie ein Umlauf um die Erde
Dadurch zeigt uns der Mond immer dieselbe Seite.
Die „dunkle Seite des Mondes“ ist deshalb kein dauerhaft dunkler Bereich – sie bekommt genauso Sonnenlicht.
Interessante Fakten
Der Mond entfernt sich von der Erde
Jährlich etwa 3,8 cm.
Dadurch werden die Tage auf der Erde langsam länger.
Mondphasen